Vector kündigt neuen Rust-basierten IEEE 11073 SDC-Stack für die Medizintechnik an
Karlsruhe, 15.10.2026 – Vector hat auf seinem Medical Engineering Symposium am 15. Oktober den ersten IEEE 11073 SDC-Stack auf Basis der Programmiersprache Rust vorgestellt. Die Neuentwicklung ermöglicht Medizintechnikherstellern eine schnellere und zuverlässigere Integration standardisierter Gerätekommunikation. Sie verbindet eine höhere Laufzeitsicherheit und eine deutlich verbesserte Performance mit einer einfacher zu nutzenden Schnittstelle und flexiblen Integrationsmöglichkeiten. Der neue Stack wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 zur Verfügung stehen.

Rust als Grundlage für robuste Software

Vector hat seinen IEEE 11073 SDC-Stack (Service-oriented Device Connectivity) in Rust neu entwickelt, um die Softwarequalität und Sicherheit gezielt zu verbessern. Das Speicher- und Typsicherheitskonzept der Sprache trägt dazu bei, typische Fehler beim Umgang mit Speicher bereits während der Entwicklung zu vermeiden. Dadurch lassen sich bestimmte Ursachen von Laufzeitfehlern und speicherbezogenen Sicherheitslücken deutlich reduzieren. Für Hersteller sicherheitskritischer Medizinprodukte schafft dies eine belastbare Grundlage, um Anforderungen an Zuverlässigkeit und Cybersecurity umzusetzen.

Flexible Integration in bestehende Gerätearchitekturen

Der Rust-basierte Stack lässt sich über ein „Foreign Function Interface“ (FFI) in C/C++-Anwendungen integrieren. Hersteller müssen ihre bestehende Anwendungssoftware daher nicht auf Rust umstellen, um die Vorteile der Neuentwicklung zu nutzen. Zugleich ist die Architektur auf eine flexible Einsetzbarkeit in unterschiedlichen Hardware- und Betriebssystemumgebungen ausgelegt. Die konkrete Integration kann so an die jeweilige Geräteplattform angepasst werden.

SDC lässt sich je nach Produktarchitektur direkt im Medizinprodukt oder über ein Gateway integrieren. Dies eröffnet Herstellern sowohl einen Weg für neue Gerätegenerationen als auch Optionen zur Weiterentwicklung bestehender Produktplattformen. Vector unterstützt den Einstieg in SDC zusätzlich mit Werkzeugen für Simulation und Test sowie Schulungen und Engineering-Unterstützung. So lassen sich die Gerätekommunikation und das Zusammenspiel im Netzwerk frühzeitig untersuchen und über den Entwicklungsprozess hinweg absichern.

Die höhere Leistungsfähigkeit des neuen SDC-Stacks von Vector wird insbesondere durch eine optimierte Verarbeitung von XML-Nachrichten und eine effizientere Verwaltung der Medical Data Information Base (MDIB) erreicht. In dieser standardisierten Datenstruktur werden die Beschreibung und die aktuellen Zustände eines SDC-Geräts abgebildet. Die Verbesserungen setzen damit an zentralen Verarbeitungsschritten der SDC-Kommunikation an: Nachrichten einlesen, Gerätedaten verarbeiten und Zustandsänderungen bereitstellen. Ziel ist eine leistungsfähige Kommunikation auch in anspruchsvollen vernetzten Anwendungen.

Herstellerübergreifende Zusammenarbeit in OP und Intensivstation

Service-oriented Device Connectivity (SDC) bezeichnet eine Normenfamilie innerhalb von IEEE 11073 für die sichere, herstellerunabhängige Vernetzung medizinischer Geräte am Behandlungsplatz. Sie ermöglicht es Geräten, einander im Netzwerk zu erkennen, Messwerte, Zustände und Alarminformationen auszutauschen sowie Gerätefunktionen über standardisierte Dienste bereitzustellen. Damit reicht SDC über den reinen Datenexport hinaus und schafft eine technische Basis für koordinierte klinische Anwendungen.

Im Operationssaal (OR) und auf der Intensivstation (ICU) können darauf beispielsweise zentrale Anzeigen, eine geräteübergreifende Alarmverarbeitung und abgestimmte Arbeitsabläufe aufbauen. Ziel ist es, bisher isolierte Geräte in interoperable klinische Systeme einzubinden und medizinisches Personal bei Bedienung und Dokumentation zu entlasten. Mit dem neuen SDC-Stack unterstützt Vector Medizintechnikhersteller auf dem Weg zu zukunftsfähigen, softwaredefinierten Medizinprodukten.

Mehr Informationen unter: medical.vector.com
Über Vector:

Vector ist ein führender Ecosystem-Partner für softwaredefinierte Systeme. Vector verbindet offene Plattformen, KI-gestützte Engineering-Workflows, Werkzeuge, Referenzlösungen und Services über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Hersteller und Zulieferer aus Automotive, MedTech, Aerospace, Industrial, Agriculture und Railway setzen auf Vector, um intelligente softwaredefinierte Systeme schneller und sicherer zu entwickeln sowie zu betreiben und sich dabei auf die Funktionen zu konzentrieren, die ihre Produkte im Markt differenzieren. Kunden nutzen Technologien und Lösungen von Vector, um ihr eigenes Ecosystem aufzubauen oder ein bestehendes gezielt um neue Fähigkeiten zu erweitern. Darüber hinaus bringt Vector seine Expertise aktiv in führende Partner- und Standard-Ecosystems ein. Das unabhängige Stiftungsunternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart beschäftigt weltweit rund 4.500 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 930 Millionen Euro.
 
 
 
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Datum: 15.10.2026 14:00
Nummer: SDC Stack Rust Based DE
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Bild: IEEE 11073 SDC ermöglicht herstellerübergreifende Vernetzung medizinischer Geräte Bildrechte: Vector Informatik
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