Infineon richtet sich auf stärkeres Langfristwachstum aus
  • Das Zielgeschäftsmodell wird angepasst auf 15 Prozent Investitionsquote für 9 Prozent Umsatzwachstum bei einer Segmentergebnis-Marge, die perspektivisch oberhalb von 17 Prozent liegen soll
  • Zumindest im kommenden Geschäftsjahr wird sogar ein Wachstum von mindestens 10 Prozent erwartet
  • Kurz- und mittelfristig sind daher zusätzliche Investitionen in Fertigungskapazitäten geplant
Neubiberg, 8. Juni 2018 – Die Infineon Technologies AG sieht in ihren Zielmärkten bei Automobil-, Industrie-, IoT- und Sicherheitsanwendungen dauerhaft starke Wachstumsfaktoren, die zudem an Dynamik gewonnen haben. Deshalb richtet die Gesellschaft im Rahmen ihres langfristigen Planungsprozesses ihr Zielgeschäftsmodell, das die Zielwerte für Umsatzwachstum, Segmentergebnis-Marge und Investitionsquote über den Zyklus vorgibt, neu aus.

„Breitgefächerte strukturelle Trends werden unser Wachstum in den nächsten Jahren treiben: Elektromobilität, erneuerbare Energien, Fertigungsautomatisierung, Rechenzentren sowie eine stetig steigende Zahl batteriebetriebener, vernetzter Endgeräte“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. „In unseren Märkten haben wir uns dank unserer führenden Technologien und differenzierenden Fertigungsexpertise eine hervorragende Position erarbeitet. Die sich dadurch bietenden Chancen wollen wir nutzen. Dazu investieren wir konsequent. Mit den aktuellen Plänen wollen wir die erforderliche Fertigungskapazität für das erwartete Wachstum bereitstellen. Mitte des kommenden Jahrzehnts wird nach derzeitiger Planung mehr als die Hälfte der von Infineon produzierten Leistungshalbleiter auf 300 mm-Wafern (in Dresden/Deutschland und Villach/Österreich) gefertigt werden. Dies wird uns helfen, unsere Profitabilität trotz erhöhter Abschreibungen weiter zu verbessern.“

Angesichts des hohen derzeitigen Auftragsbestands und ausgehend von einem Wechselkurs des Euro zum US-Dollar von 1,20 erwartet Infineon zumindest für das kommende Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent. Für die Geschäftsjahre im Anschluss an diesen Zeitraum erhöhten Umsatzwachstums geht Infineon von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 9 Prozent (bisher: 8 Prozent) aus.

Da das beschleunigte Wachstum insbesondere von starker Nachfrage nach Leistungshalbleitern getrieben wird, bei denen Infineon über eine wettbewerbsdifferenzierende Eigenfertigung verfügt, ist eine Anpassung der Investitionsquote erforderlich:
  • Im Mittel sollen die jährlichen Investitionen 15 Prozent (bisher: 13 Prozent) vom Umsatz betragen. Darin enthalten sind unverändert rund 2 Prozentpunkte für die Aktivierung von Entwicklungskosten gemäß IFRS; der Rest entfällt weit überwiegend auf Produktionsanlagen und IT-Ausrüstung
  • Eine Erhöhung/Verminderung der Umsatzwachstumsrate gegenüber 9 Prozent zieht pro Prozentpunkt eine leicht unterproportionale Änderung der Investitionsquote nach sich
  • Um mögliche zusätzliche Umsatzchancen nutzen und strukturellen Veränderungen folgen zu können, sind über die vorstehend beschriebene Investitionsquote hinaus in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe eines in Summe niedrigen dreistelligen Millionenbetrags geplant. Zusätzlich beabsichtigt die Gesellschaft, über den kommenden, fünfjährigen Planungszeitraum insgesamt circa 700 Millionen Euro in Frontend-Reinräume und bestimmte größere Bürogebäude zu investieren; von der jüngst bekanntgegebenen Investition in Villach (Österreich) sind der 300 mm-Reinraum und das Forschungs- und Entwicklungsgebäude in dieser Summe enthalten. Bei einer Umsetzung dieser Maßnahmen wird es vorübergehend zu einer Investitionsquote deutlich oberhalb der im Zielgeschäftsmodell vorgesehenen Quote kommen.
Aufgrund der erhöhten Investitionstätigkeit erwartet Infineon über die kommenden fünf Geschäftsjahre eine Erhöhung der Abschreibungen auf Sachanlagevermögen relativ zum Umsatz um circa drei Prozentpunkte. Durch eine Erhöhung des Anteils der kosteneffizienten 300 mm-Fertigung und weitere Maßnahmen soll jedoch die Brutto-Marge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 gehalten werden. Darüber hinaus plant Infineon, die durchschnittliche Segmentergebnis-Marge vom derzeitigen Zielwert von 17 Prozent durch unterproportionalen Funktionskostenaufbau sukzessive zu erhöhen. Vertriebskosten sollen sich um 90 Prozent des Umsatzwachstums und allgemeine Verwaltungskosten um 60 Prozent des Umsatzwachstums erhöhen.

Infineon veranstaltet am 12. Juni einen Kapitalmarkttag für Investoren und Analysten in London und wird dort seine Strategie und das neu ausgerichtete Zielgeschäftsmodell vertiefend erläutern. Die Präsentationsunterlagen und Aussagen dazu werden per Livestream und im Anschluss als Aufnahme im Internet zur Verfügung gestellt.

HINWEIS

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns.

Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.

Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Über Infineon

Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit weltweit etwa 37.500 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 (Ende September) einen Umsatz von rund 7,1 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol „IFNNY“ notiert.

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Datum: 08.06.2018 15:05
Nummer: INFXX201806-061
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Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon.
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